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Nachweis der Wohnanschrift

Das Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche und andere Gesetze verlangen, dass Ihre Wohnanschrift nachgewiesen wird. Wir brauchen etwas "Offizielles" und nicht eine Kopie eines Mietvertrags mit einem privaten Vermieter. Es gibt viele Möglichkeiten, dies nachzuweisen, und es ist gar nicht so kompliziert. "Offiziell" bezieht sich auf etwas, das von einer öffentlichen Behörde oder einer Person mit vergleichbarem Ansehen ausgestellt wurde. Wir werden erarbeiten, was diesen offiziellen Nachweis ausmacht.

Ausländer, die in Deutschland leben, am besten mit

      1. elektronischen Aufenthaltstitel (die hellblaue Karte für den Aufenthaltstitel, die lautet: "Aufenthaltstitel"
        oder
        "Aufenthaltserlaubnis"
        oder
        "Niederlassungserlaubnis"
        oder "Aufenthaltskarte"
      2. Meldebescheinigung.

Ausländer, die nicht in Deutschland leben:

      • Aufenthaltsgenehmigung, wenn man als Ausländer in dem Land lebt, in dem man wohnt, sofern dort die Wohnanschrift angegeben ist(!),
      • Kontoauszug,
      • Steuererklärung,
      • Steuerbescheid,
      • Rechnung eines Versorgers mit Wasser, Strom, oder ähnliches.
      • Telefonrechnung.

Amerikaner, die in den Staaten leben

      • eine Kopie Ihres Führerscheins,
      • etwas wie oben erwähnt.

Sie haben mehrere Möglichkeiten uns Ihre Privatanschrift nachzuweisen?

Toll! Senden Sie uns einfach alles, was Sie haben und wollen. Es lohnt sich hierüber nicht zu diskutieren. Wir wollen es auch nicht.

 

 

Angebliche Rechnungen vom Handelsregister

Nachdem Ihre Gesellschaft im Handelsregister bei einem Amtsgericht eingetragen ist, tauchen Betrüger gerne auf, die gefälschte Rechnungen an Gesellschaften in unredlicher Absicht senden. Einer unserer Kunden hat sogar zwölf solcher falschen Rechnungen erhalten.

Es ist also immer wieder wahr: Vorsehen ist besser als Nachsehen! Hier erfahren Sie, wie die gefälschten Dokumente aussehen und wie Sie den Betrügern nicht auf den Leim gehen.

Was ist der Hintergrund für den Betrug?

Neueintragungen und Änderungen im Handelsregister werden seit 2007 auch im Internet veröffentlicht. Mehr dazu hier: Unternehmensdaten im Internet. Betrüger werden genau wissen, wann und wohin sie ihre gefälschten Rechnungen schicken müssen.

Wie funktioniert der Betrug?

Es funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip: Wenige Tage nach der Eintragung ins Handelsregister erhält die Gesellschaft eine Rechnung, die den trügerischen Eindruck erwecken soll, sie sei vom Amt. Für die Eintragung ins Register soll der Unternehmer nun einen Betrag zwischen 300 und 1200 € bezahlen. Die Zahlungsfrist beträgt in der Regel zwischen drei und sieben Werktagen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist würden dem Gründer weitere Kosten entstehen.

Wie täuschend ähnlich ist diese gefälschte Rechnung dem Original?

Dieser gefälschte Brief ist kaum von einem offiziellen Brief für Ungeübte zu unterscheiden. Die folgenden Merkmale sollten ihn einem offiziellen Brief ähnlich machen:

  • Verweis auf ein Aktenzeichen,
  • Nationalwappen,
  • Referenznummer der Kasse,
  • Missverständliche Firmennamen,
  • Beschreibungen in der Betreffzeile, die sich auf die Veröffentlichung oder Änderung im Industrie- oder Handelsregister beziehen,
  • Layout des Textes: Druck auf behördentypischem Papier in offizieller Schriftart,

Wann muss ich mit diesem Betrug rechnen?

Es kann vorkommen, dass der Betrugsbrief noch vor der offiziellen Rechnung des Handelsregisters kommt.

Viele sagen, dies sei kompliziert und schwierig! Unserer Meinung nach ist das falsch, denn der Schwindel ist sehr leicht zu erkennen. Es gibt drei Umstände für die Echtheit einer Rechnung aus dem Handelsregister:

  1. Absender ist ein Amtsgericht,
  2. die Überschrift lautet: "Kostenrechnung" oder "Kostennote", aber niemals nur "Rechnung"!
  3. EINE BEHÖRDE BERECHNET NIEMALS UMSATZSTEUER!
    Wenn Sie also vom Handelsregister eine angebliche Rechnung mit 19% Mehrwertsteuer erhalten, dann ist das definitiv falsch! Bitte, seit wann sind Behörden als Firmen umsatzsteuerpflichtig??

Wie muss ich reagieren wenn ich einen solchen Brief erhalte?

Bleiben Sie ruhig, falten Sie den Brief in ein Flugzeug und ab in den Müll! Bitte überweisen Sie nichts!

Ich Trottel habe aber schon überwiesen. Seufz. Was soll ich tun, wenn ich bereits Geld überwiesen habe?

Der deutsche Bundesgerichtshof hat viele solcher gefälschten Rechnungen als Betrug und betrügerische Täuschung identifiziert. Dennoch ist es schwierig, gegen sie vorzugehen. Im Prinzip kann der Vertrag auch nach einer Banküberweisung noch angefochten werden. Wenden Sie sich dazu an den Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität . Aber: Im schlimmsten Fall ist das Geld verloren. Seien Sie also wirklich vorsichtig und aufmerksam!

Unternehmen als Käufer einer Vorratsgesellschaft

Der Käufer eines Unternehmens kann auch eine juristische Person sein – auch des ausländischen Rechts. Das Gesetz verlangt, dass der Käufer sich identifiziert. Für natürliche Personen, wie "du und ich", ist dies kein Problem. Es wird einfach der Personalausweis oder Pass (mit einer Meldebescheinigung bzw. sonstigen Wohnsitznachweis) vorgelegt. Bei Ausländer genügt der elektronische Aufenthaltstitel.

Wenn ein ausländisches Unternehmen eine Tochtergesellschaft gründen will, dann verlangt dies mehr Aufmerksamkeit! Über zwei verschiedene Rechtsordnungen zu arbeiten ist schon etwas anspruchsvoll. Da die Angaben im deutschen Handelsregister verbindlich sind, ist das Handelsregister sehr anspruchsvoll bei der Genauigkeit; es ist jedes Detail genau anzugeben und nachzuweisen.

Die Anforderungen an diesen Nachweis sind innerhalb der EU am einfachsten und für Länder des ehemaligen "Commonwealth" haben wir eine pragmatische Lösung entwickelt. Der Rest der Welt ist am schwierigsten. Aus diesem Grund ist unser Honorar gestaffelt, angefangen mit € 70 für Mitgliedsstaaten der EU, € 250 für Länder wie Großbritannien, Indien, Australien, Neuseeland, sowie für den Rest der Welt mit € 400. Für Unternehmensgründer aus Großbritannien haben wir ein Express Service für weitere € 550 mit britischen Notaren entwickelt, damit Sie Ihre britische Gesellschaft binnen drei Werktage nachgewiesen bekommen. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Unsere Dienste hierfür wird es sein, Ihnen zu helfen, dass Sie Ihr (ausländisches) Unternehmen und ihre gesetzlichen Vertreter zur Überzeugung des Handelsregisters nachweisen. Ist das Dokument nicht in deutscher Sprache, dann muss es von einem vereidigten Dolmetscher übersetzt werden. Gerne können wir Ihnen einen beglaubigten Dolmetscher organisieren.

Die letzte Tätigkeit ist die Anmeldung des Erwerbers beim Transparenzregister.  Der wirtschaftliche Berechtigte muss immer in das Transparenzregister eingetragen werden. Wir werden uns rechtzeitig darum kümmern. Verstehen Sie als wirtschaftlich Berechtigten die letzte natürliche Person(en), die die Anteile an der Gesellschaft hält (/ halten). Bei der Beantragung eines Bankkontos wird die Bank auch verstehen wollen, wer der wirtschaftlich Berechtigte ist. Für diesen Dienst nehmen wir pauschal € 200. Dieser Betrag wird automatisch berücksichtigt. Etwaige Gebühren für das Transparenzregister für die Eintragung werden übernommen.

In Übersicht unsere Gebühren:

  • Europa: € 110
  • Commonwealth Länder: € 220; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • den Rest der Welt: € 450
  • Transparenzregister: € 250